Sandra Weeser

Weeser: Innogy-Deal darf nicht zu einer Verzerrung des Wettbewerbs auf dem Energiemarkt führen

RWE und Eon haben die RWE-Tochter Innogy untereinander aufgeteilt und so für nicht weniger als eine Neuordnung des deutschen Energiemarkts gesorgt. RWE übernimmt damit die erneuerbaren Energien von Innogy und Eon. Eon selbst konzentriert sich zukünftig auf die Geschäftsgebiete Netz und Vertrieb und wächst dadurch zu einem der größten Energieversorger Europas.

Diese Spezialisierung der beiden Konzerne ist auch als Reaktion auf eine fehlgeschlagene Energiewende zu werten, da der Ausbau der Netze nach wie vor in keinem Verhältnis zu dem der erneuerbaren Energien steht. Der ohnehin schon wettbewerbsarme deutsche Energiemarkt ist durch die Aufteilung von Innogy um einen Akteur kleiner geworden. Nun gilt es darauf zu achten, dass dieses reduzierte Angebot nicht zu einer weiteren Preissteigerung für die Verbraucherinnen und Verbraucher führt. Daher fordert die Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag eine kartellrechtliche Prüfung im Sinne der Stromkunden.