Sandra Weeser

Weeser: Deutschland muss dringend bei Gigabit-Infrastruktur aufholen

Bereits die letzte Bundesregierung forderte, dass Deutschland „der Leitmarkt für 5G-Anwendungen werden“ solle. Sie schuf hohe Erwartungen an den kommenden Mobilfunkstandard und LTE-Nachfolger. Dazu äußert sich die Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser:

Die Zeit drängt, denn es gibt große Flächen im Land, die bis heute nicht einmal mit LTE versorgt werden. Schaut man hingegen in die EU-Nachbarstaaten, so ist bspw. in Polen auch im ländlichen Raum flächendeckend LTE-Empfang möglich. Es stellt sich somit die Frage: Sind wir noch auf dem Schnellzug der Digitalisierung, oder wurde die Bundesrepublik bereits abgehängt? Der Wahlkreis 197 (Neuwied-Altenkirchen) besteht aus vielen sog. „Funklöchern“, daher ist der Antrag des Neuwieder Kreistages, eine Bewerbung abzugeben, um am Pilotprojekt 5G teilzunehmen, sehr zu begrüßen.

Die FDP will eine Trendwende – vom Hinterherhinken bei der Digitalisierung hin zu ihrer Gestaltung. Deutschland braucht eine Gigabit-Infrastruktur – bei Glasfaser und dem Mobilfunk der fünften Generation (5G) – flächendeckend. Dafür wollen wir den Wettbewerb der Anbieter stärken und Erlöse investieren, die wir aus dem Verkauf der Bundesbeteiligungen bei Post und Telekom gewinnen. Dies ist eine Chance für uns, denn nur so kann die Technologie von morgen hoffentlich das übernehmen, was die Technologie von gestern und heute nicht geschafft hat.