Sandra Weeser

Verantwortung liegt bei der Stadtverwaltung

Das Unternehmen Montaplast GmbH kehrt Betzdorf den Rücken. „Der Anlass dafür liegt bei der Stadtverwaltung Betzdorf selbst“, stellt die Ortsvorsitzende der FDP und Bundestagsabgeordnete Sandra Weeser klar fest. Die Stadt Betzdorf hat die Rahmenbedingungen in dem aufgestellten Bebauungsplan geändert, damit sind „notwendige Ertüchtigungen gemäß bauordnungsrechtlicher Vorschriften“ für die Gebäude der Firma notwendig geworden. Diese Änderungen sind ein Eigentor für die Stadt Betzdorf. Die Einsicht von Bürgermeister Brato, dass wir ohne industrielle Arbeitsplätze „nicht überlebensfähig“ sind, ist richtig. „Völlig unverständlich ist daher, warum er sich so vehement gegen das Logistiklager von Montaplast gestellt hat,“ so Weeser.

Aus wirtschaftlichen und planerischen Aspekten hat die Stadtverwaltung hier eindeutig versagt. „Das Unternehmen Montaplast GmbH ist einer der größten Arbeitgeber unserer Stadt. Dass die Stadt es nicht geschafft hat Möglichkeiten zu schaffen, um den Bedürfnissen des Unternehmens gerecht zu werden, ist für mich nicht nachvollziehbar. Insbesondere da die Geschäftsführung vorausschauend geplant hat und bereits jetzt hohe Summen in das Zukunftsprojekt der Kleinserienproduktion am Standort Betzdorf investiert hat“, so Weeser nach einer Analyse der Gründe zur Standortauflösung. Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt, welcher der Stadtverwaltung anscheinend entgangen ist, sind die aktuellen Anforderungen des Brandschutzes: viele Unternehmen müssen derzeit hohe Investitionen im Bereich Brandschutz und der Löschwasserrückhaltung tätigen. Die Stadt sollte dabei nach Möglichkeiten unterstützen und mit ihrem Wirtschaftsförderer nach guten und praktikablen Lösungen für die lokalen Unternehmen suchen, persönliche Befindlichkeiten haben hierbei keinen Raum.

„Bleibt nur zu hoffen, dass nicht noch weitere Firmen Montaplast folgen. Für unsere ländliche Region und unsere Stadt ist es immens wichtig, dass der Standort Betzdorf Unterstützung seitens der Politik erhält und die Kommune dafür Sorge trägt, dass starke und zukunftsfähige Standortbedingungen geschaffen werden“, so Sandra Weeser.