Sandra Weeser

Pressemitteilung

Digitale Bürgersprechstunde mit DEHOGA-Chef Uwe Steiniger und der Abgeordneten Sandra Weeser

In der digitalen Bürgersprechstunde am Montagabend traf die Bundestagsabgeordnete für Neuwied-Altenkirchen Sandra Weeser den Gastronomen und Kreisvorsitzenden der DEHOGA Altenkirchen Uwe Steiniger, um sich über Herausforderungen und Chancen für das Gastgewerbe auszutauschen. Vom Arbeiten mit Mundschutz, über das kommende Ausbildungsjahr bis hin zur Mehrwertsteuersenkung gab es mit Blick auf die Öffnung der Gastronomie am Mittwoch viel zu besprechen. „Die Hygiene- und Schutzvorschriften einzuhalten stellt kein Problem für die Betreibe dar“, so der Gastronom. Es gebe mittlerweile viele tolle Lösungen, wie zum Beispiel Gesichtsvisiere, die das Arbeiten in der Küche mit Mund- und Nasenschutz erleichtern. Die Zuschauer interessierten unter anderem wie mit der Dokumentation von Gästedaten nun umgegangen wird. Auch Steiniger sieht die zusätzlichen Dokumentationspflichten mit Skepsis: „Dokumentation und Bürokratie haben schon vor Corona einen großen Teil der gastronomischen Arbeit ausgemacht. Die Verpflichtung zur Aufbewahrung der Kontaktdaten aller Gäste, ist nachvollziehbar, stellt aber eine zusätzliche Belastung dar.“, so der DEHOGA-Kreisvorsitzende. Die Bundestagsabgeordnete der FDP stimmt zu: „Bürokratieabbau ist immer ein Thema. Vor allem für die kleinen und mittleren Betriebe in der Gastronomie. Hier muss die Politik nachsteuern.“ Auch wenn mit der Öffnung der Betriebe und der Berufsschulen sowohl der praktische, als auch der theoretische Teil der Ausbildung wieder aufgenommen werden kann, sorgt die Corona-Krise offensichtlich für Verunsicherung.  „Es fehlt aktuell an Bewerbungen für das im August startende Ausbildungsjahr.“, beklagt Steiniger. Insgesamt bleibt der Gastronom aber optimistisch: „Die Krise bietet auch Chancen.“ So könnten Arbeitsabläufe im Betrieb überdacht und neugestaltet werden. Die Besinnung auf regionale Produkte sorge zudem für kürzere Lieferketten und stärke die regionale Wirtschaft. Der Appell an die Kolleginnen und Kollegen: „Investiert die zusätzliche Liquidität dank der Mehrwertsteuersenkung bitte in Produkte und in die Löhne der Mitarbeiter. Wir haben harte Wochen mit null Einnahmen hinter uns. Ich habe aber in dieser Zeit gerade sehr viel Solidarität unter den Gastronomen erfahren. So kann es weitergehen. Lasst uns den Blick nach vorne richten und den Mut nicht verlieren. Gemeinsam sind wir stark.“ Er sieht große Chancen für Vernetzung und bietet aktiv Unterstützung für die gastronomischen Kollegen an.