Sandra Weeser

Aktuelles zum Coronavirus

Das Coronavirus bestimmt aktuell das Leben der Menschen in Deutschland und Europa. Es ist klar, dass die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger bei allen bereits getroffenen und noch zu treffenden Entscheidungen an erster Stelle stehen muss.

Besonders für die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen in Rheinland-Pfalz ist die Situation eine große Herausforderung. Sie müssen den Spagat schaffen zwischen dem Schutz der Arbeitnehmer und der Existenzsicherung des Unternehmens.

Mir ist es wichtig, dass dies für die Unternehmen so unkompliziert wie möglich gestaltet wird. Um Sie in dieser Zeit zu unterstützen, haben wir in diesem Artikel für Sie die relevantesten Informationen rund um aktuelle Maßnahmen und Kontaktdaten zu den wichtigsten Ansprechpartnern zusammengefasst. Eine detailliertere Übersicht finden Sie ebenfalls auf dieser Seite unter: https://sweeser.abgeordnete.fdpbt.de/meldung/übersicht-unterstützung-für-kmu-rlp.

1. Akute Maßnahmen

Kurzarbeit
Für den Erhalt der Arbeitsplätze wird die Kurzarbeiter-Regelung bis Anfang April angepasst.
Deshalb können betroffene Unternehmen Lohnkosten und Sozialabgaben von der Bundesagentur für Arbeit bezahlen lassen, Leiharbeitnehmer sind künftig eingeschlossen und es müssen nur 10% der Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen sein, damit die Regelungen greifen (Weitere Informationen: https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld).

Kredite und Bürgschaften
Bereits in Schieflage geratene oder davon bedrohte Unternehmen erhalten über die Hausbanken den Zugang zu Krediten und Bürgschaften bei der staatlichen KfW-Bank (Weitere Informationen: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html).

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt Unternehmen zusätzlich über die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) und die Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz GmbH mit 80-prozentigen Bürgschaften (Weitere Informationen: https://isb.rlp.de/home.html).

Liquiditätssicherung
Um kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken, wird es den Finanzbehörden erleichtert, Stundungen von Steuerschulden zu gewähren.
Wenn Unternehmen unmittelbar vom Coronavirus betroffen sind, wird bis Ende des Jahres 2020 auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge verzichtet werden.

Schulen und Kitas
Die Schulen und Kindergärten in Rheinland-Pfalz bleiben vorerst bis zum Ende der Osterferien am 17. April 2020 für einen regulären Betrieb geschlossen. Für Kinder, bei denen Bedarf für eine Betreuung besteht, wird eine Notfallbetreuung eingerichtet. Die Notfallbetreuung wird an allen Schulen sichergestellt, die nicht durch Einzelverfügung geschlossen wurden. Gleiches gilt für den Bereich der Kitas. Somit können unverzichtbare Mitarbeiter mit Kindern weiterhin in Präsenz arbeiten.

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen wird jedoch dringend empfohlen, die Anwesenheit im Unternehmen so weit wie möglich durch Home-Office Lösungen zu ersetzen und auch Veranstaltungen im privaten Rahmen zu vermeiden

Sonstiges 
Damit die Produktion aufrechterhalten werden kann und um die Versorgung des Landes sicherzustellen, wird das Lkw-Fahrverbot an Sonntagen bis einschließlich 26. April 2020 komplett aufgehoben.

 

Kontakte

Weitergehende Unterstützung und detaillierte Informationen erhalten Sie unter den folgenden Hotlines und Internetseiten:

Stabsstelle Unternehmenshilfe Corona im Landeswirtschaftsministerium

Telefon: 06131 165110 oder unternehmenshilfe-corona(at)mwvlw.rlp.de

 

Landeswirtschaftsministerium

Mittelstandslotse Prof. Manfred Becker

Telefon: 06131 165652 oder Mittelstandslotse(at)mwvlw.rlp.de

 

Infotelefon des Bundesgesundheitsministeriums zum Coronavirus

(Quarantänemaßnahmen, Umgang mit Verdachtsfällen, etc.)

Telefon: 030 346465100

 

Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums für allgemeine wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus

Telefon: 030 186151515

 

Hotline zu Fördermaßnahmen

Telefon: 03018615 8000

 

Hotline der KfW

0800 5399001 

 

Unternehmerhotline der Bundesagentur

U.a. für Beantragung von Kurzarbeitergeld

Telefon: 0800 4555520

 

Informationsportale:

Bundeswirtschaftsministerium:

https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Wirtschaft/altmaier-zu-coronavirus-stehen-im-engen-kontakt-mit-der-wirtschaft.html

 

Landesregierung RLP:

https://www.rlp.de/index.php?id=33381

 

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung:

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Verhalten im Verdachtsfall

Ganz wichtig ist es das Coronavirus und seine aggressive Ausbreitung nicht zu unterschätzen. Auch wenn es bei jüngeren, gesunden Menschen häufig ohne Komplikationen verläuft, ist die Krankheit gefährlich. Deshalb ist es nicht nur im Sinne der Mitarbeiter eines Unternehmens, dass schnelle Maßnahmen zur Bekämpfung getroffen werden. Vielmehr ist es im allgemeinen gesellschaftlichen Interesse, um eine Überlastung des Gesundheitssystems abzuwenden und vor allem Hochrisikogruppen - ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen - vor dem Virus zu schützen.

Handeln Sie deshalb bei jeglichem Verdacht unverzüglich und informieren Sie das zuständige Gesundheitsamt.

Hygienetipps

  • Grundsätzlich reichen einfache Hygienemaßnahmen im Alltag, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen. Präventiv kommen eine Reihe von Hygienemaßnahmen wie Händehygiene, Nies- und Hustenetikette sowie Abstandhalten zu Erkrankten in Betracht
  • Hände oft und gründlich waschen
  • Mit den Händen nicht in das eigene Gesicht gehen
  • Husten/Niesen in ein Taschentuch oder die Armbeuge
  • Kranke Menschen bleiben zuhause
  • Die eigenen Wunden schützen
  • Bad und Küche oft sauber machen
  • Lebensmittel vor dem Verzehr auf Sauberkeit überprüfen
  • Wäsche bei mindestens 60 Grad waschen
  • Regelmäßig lüften, vor allem wenn in Quarantäne